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Steuerrecht | 29.06.2018

Geldwerter Vorteile

Steuerspar­tipp: So bleibt die Fahrkarte steuerfrei

Vorsicht - 44-Euro-Grenze muss beachtet werden

In manchen Firmen spendiert der Chef Pendlern ein sogenanntes Jobticket. Dann fallen unter Umständen aber Steuern an, was die Ersparnis schmälert. Um das zu vermeiden, müssen Beschäftigte einiges beachten.

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Beim Jobticket bekommen Firmen oft Rabatte. Gibt der Chef lediglich diesen Rabatt an Mitarbeiter weiter, fallen darauf keine Steuern an, erklärt die Vereinigte Lohnsteuer­hilfe (VLH). Anders sieht es aus, wenn der Chef die Kosten für das Ticket ganz oder teilweise übernimmt. Dann gilt der eingesparte Betrag als geldwerter und zu versteuernder Vorteil.

Summe darf 44 Euro nicht überschreiten

Allerdings hängt das von der Höhe des Betrags ab. Liegt die Summe aller geldwerten Vorteile monatlich unter 44 Euro, müssen darauf weder Steuern noch Sozial­versicherungs­beiträge gezahlt werden. Wird diese Marke überschritten, fallen dagegen auf den vollen eingesparten Betrag Abgaben an.

Arbeitnehmer kann Teil der Jobticket-Kosten übernehmen

Ist das Jobticket also teurer als 44 Euro, empfehlen die Experten vom Lohnsteuer­hilfe­verein dem Arbeit­nehmer, sich an den Kosten zu beteiligen, um wieder unter die Marke zu rutschen. Dann zahlt er zwar einen Teil des Ticket­preises, der eingesparte Betrag ist aber steuerfrei.

Jobticket kann pauschal versteuert werden

Bei mehr als 44 Euro im Monat könne auch der Chef den geldwerten Vorteil pauschal mit 15 Prozent versteuern. Damit entfallen zumindest die Sozial­versicherungs­beiträge. Diese Pauschal­steuer darf allerdings maximal so hoch sein wie die Werbungs­kosten, die der Arbeit­nehmer für Fahrten zur Arbeit angeben kann. Außerdem kann der Arbeitgeber die Pauschal­steuer wieder auf den Mitarbeiter abwälzen.

Jahresticket lohnt sich im Hinblick auf die Steuer nicht

Beim Jahresticket wird der gesamte Jahres­betrag für den Monat angerechnet, in dem das Ticket ausgehändigt wird, womit man in jedem Fall über 44 Euro liegt. Generell ist zu beachten: Alle geldwerten Vorteile rund um das Jobticket, die steuerfrei bleiben oder pauschal versteuert werden, müssen in der Lohnsteuer­bescheinigung angegeben werden. Sie werden dort auf die Entfernungs­pauschale angerechnet.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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