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Steuerrecht | 28.06.2018

Steuer­erklärung

Steuer­erklärungs­pflicht: Finanzamt kann Steuer­erklärung anfordern

Arbeitslosengeld, Krankengeld oder Elterngeld können Steuer­erklärungs­pflicht auslösen

Steuer­zahler, die noch nie oder lange nicht mehr eine Einkommen­steuer­erklärung abgegeben haben, können vom Finanzamt zur Abgabe aufgefordert werden. Dieses Schreiben sollte nicht ignoriert werden.

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„Wenn das Finanzamt zur Abgabe einer Erklärung auffordert, sollte man dem Folge leisten“, sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler. Andernfalls kann das Finanzamt die Einnahmen schätzen, was unter Umständen zu einer Steuernach­zahlung führt.

Gründe für Steuererklärungspflicht

Für eine solche Aufforderung kann es mehrere Gründe geben. So kann das Finanzamt beispiels­weise eine Kontroll­mitteilung der Deutschen Renten­versicherung oder der Sozial­versicherung erhalten haben, denn bestimmte Lohnersatz­leistungen, wie Arbeitslosengeld, Krankengeld oder Elterngeld lösen eine Steuer­erklärungs­pflicht aus.

Steuererklärungspflicht führt nicht grundsätzlich zu Nachzahlungen

Auch eine Renten­erhöhung kann gegebenenfalls zu einer Steuer­erklärungs­pflicht führen. „Ob dann tatsächlich Steuern zu zahlen sind, hängt vom Einzelfall ab“, so Isabel Klocke. Denn in der Einkommen­steuer­erklärung können auch Ausgaben steuer­mindernd abgesetzt werden, beispiels­weise Beiträge zur Kranken­versicherung. Unter dem Strich kann es sogar zu einer Steuer­erstattung kommen.

Aufforderung zur Abgabe mit Abgabefrist

Die Aufforderung wird meist mit einer Frist versehen, innerhalb der die Steuer­erklärung nachgereicht werden muss. „Ist es nicht möglich, diese Frist einzuhalten, etwa weil noch Unterlagen fehlen, sollte rechtzeitig ein Antrag auf Frist­verlängerung gestellt werden“, rät Isabel Klocke. Der Antrag sollte auch eine Begründung enthalten, warum die Frist nicht eingehalten werden kann und einen Termin nennen, bis wann die Steuer­erklärung abgegeben wird.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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