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Steuerrecht | 29.06.2018

Steuer­erklärung

Nach Renten­erhöhung: Rentner müssen sich meist keine Gedanken um Steuer­erklärung machen

Steuerfreies Existenz­minimum auf 9.000 Euro im Jahr angehoben

Rentner können sich freuen: Am 1. Juli steigen ihre Bezüge. Allerdings sind die jährlichen Renten­anpassungen für alle Rentner in voller Höhe steuer­pflichtig. Stellt sich die Frage: Müssen sich Rentner jetzt gleich an das Finanzamt wenden?

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„Nein“, sagt Uwe Rauhöft vom Bundes­verband Lohn­steuerhilfe­vereine( BVL). „Die Mehrzahl der Rentner in Deutschland muss sich in der Praxis keine Gedanken um ihre Steuer­erklärung machen.“ Der Grund: Auch das steuerfreie Existenz­minimum ist in diesem Jahr um 180 Euro auf 9.000 Euro im Jahr angehoben worden.

Änderung der steuerlichen Situation erst bei einer Rentenerhöhung über 200 Euro

Außerdem können Rentner die auf die Renten­erhöhung anfallenden Beiträge zur Kranken- und Pflege­versicherung absetzen. Das sind im Durchschnitt knapp 11 Prozent der Renten­bezüge. Deshalb verändert sich die steuerliche Situation erst, wenn die Rente 2018 um mehr als 200 Euro gegenüber dem Vorjahr steigt.

Geringe Steuerbelastung möglich

Wer aufgrund geringer Rente bisher keine Steuer­erklärung abgeben musste, braucht laut Uwe Rauhöft in der Regel auch nach der Anpassung weiterhin keine Steuer­belastung zu befürchten. Nur für einzelne Rentner im Beitrags­gebiet West mit Renten­beginn vor 2007 und im Beitrags­gebiet Ost mit Renten­beginn vor 2010 kann aufgrund der stärkeren Anhebung erstmals eine geringe Steuer­belastung auftreten.

Rente darf Grundfreibetrag nicht überschreiten

Solange also keine weiteren Einkünfte vorliegen, sind für Neurentner des Jahres 2018 monatliche Renten­zahlungen in Höhe von etwa 1.185 Euro steuerfrei. Für Ehepaare verdoppeln sich die Werte. Wer mit seiner Monatsrente nach der Renten­anpassung diese Werte nicht über­schreitet, muss keine Steuernach­zahlung ein­kalkulieren.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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