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Verkehrsrecht | 28.06.2018

Auto­kennzeichen

Kein neues Nummernschild: Kfz-Kennzeichen darf mit umziehen

Auch defektes Kennzeichen kann durch neues Schild mit alter Kennzeichen­kombination ersetzt werden

Manche Autofahrer fühlen sich ihrem Kennzeichen tief verbunden. Und wer umzieht, braucht keine neue Nummer mehr. Was aber, wenn das Kennzeichen nach einem Unfall kaputt geht? Stempelt dann die neue Zulassungs­behörde die frischen Kennzeichen mit der alten Nummer?

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Zulassungsbehörde am neuen Wohnsitz muss informiert werden

Seit 2015 müssen sich Auto- und Motorrad­fahrer keine neuen Kennzeichen mehr besorgen, wenn sie ihren Wohnsitz geändert haben. Sie können mit dem alten, oft lieb­gewonnenen Kennzeichen und so etwa mit „S“ für Stuttgart in Berlin weiter­fahren. Sie müssen aber die Zulassungs­behörde am neuen Wohnsitz darüber unterrichten. Diese trägt dann die neue Anschrift in das Fahrzeug­register und in die Zulassungs­dokumente ein, erläutert das Bundes­verkehrs­ministerium (BMVI).

Neues Nummernschild mit alter Kennzeichenkombination möglich

Auch wenn die Schilder etwa bei einem Auffahr­unfall kaputtgehen, können die Halter ihre bisherige Kennzeichen­kombination behalten. Das Verfahren im Einzelnen bestimmten die zuständigen Behörden der Länder eigenständig, so das BMVI. Doch grund­sätzlich sei es möglich, ein neues Schild mit demselben Kennzeichen auszustellen. Die Halter können sich davon neue Schilder prägen lassen. Sie brauchen aber nicht zur Zulassungs­stelle des alten Wohnsitzes, sondern zu der des aktuellen. Voraussetzung: Die vorherigen Kenn­zeichenschilder können vorgelegt werden und werden von der Behörde entstempelt.

Bei verlorenen oder geklauten Nummernschildern gibt es eine neue Kennzeichenkombination

Bei verlorenen oder geklauten Nummern­schildern ist das allerdings nicht möglich. Diese würden in der Regel zur Fahndung ausgeschrieben, um Missbrauch zu verhindern, so das BMVI. Dann gibt es eine neue Nummer mit dem Kennzeichen des neuen Zulassungs­bezirks. Der Verlust des Kenn­zeichens wird auch im Zentralen Fahrzeug­register eingetragen. Die Kennzeichen­kombination kann dann erst entweder nach zehn Jahren oder nach dem Wieder­finden erneut vergeben werden.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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