wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche

Arbeitsrecht | 06.06.2018

Abfindung

Abfindung bei Kündigung: Wann muss eine Abfindung gezahlt werden und in welcher Höhe?

Kein gesetzlicher Anspruch auf Zahlung einer Abfindung wegen Kündigung

Fachbeitrag von Rechtsanwalt Ulf Böse

Abfindungen sind einmalige Zahlungen des Arbeit­gebers an den Arbeit­nehmer. Diese werden für die Beendigung des Arbeits­verhältnisses, also dem Verlust des Arbeits­platzes, gezahlt. Durch eine Eigen­kündigung des Arbeit­nehmers ist der Anspruch auf eine Abfindung sehr schwer.

Anstatt einer Eigen­kündigung sollte der Arbeit­nehmer Verhandlungen über eine Auflösung des Arbeits­verhältnisses mit einer Abfindung machen, natürlich mit guten Argumenten die dafür sprechen. Denn nicht jeder Arbeitgeber hat bei einer Kündigung eine Abfindung zu zahlen. Dies ergibt sich z.B. aus einem Sozialplan, im KSchG, beim Nachteils­ausgleich oder durch eine individuelle Vereinbarung.

Werbung

Keine Abfindung bei rechtmäßiger Kündigung

Bei einer rechtmäßigen Kündigung braucht der Arbeitgeber keine Abfindung zu zahlen. Daher ist es empfehlens­wert unverzüglich nach Erhalt der Kündigung einen Rechtsanwalt zu kontaktieren, der die Rechtmäßigkeit der Kündigung beim Arbeits­gericht überprüfen lässt.

Bedenken hinsichtlich der Wirksamkeit der Kündigung führen dazu, dass beim Arbeits­gericht über die Zahlung der Abfindung verhandelt wird. Wegen dem Prozess- und wirtschaftlichem Risiko ist der Arbeitgeber oftmals bereit eine Abfindung zur Beendigung des Rechts­streits zu zahlen.

Abfindungen werden freiwillig oder nach gerichtlicher Entscheidung gezahlt

Abfindungen werden aufgrund eines gerichtlichen oder außergerichtlichen Vergleichs über die Wirksamkeit der Kündigung oder wegen eines Aufhebungs­vertrags gezahlt, wobei der Arbeit­nehmer und der Arbeitgeber eine vertragliche Abmachung vereinbaren, wann das Arbeits­verhältnis aufgelöst wird. § 1a KSchG besagt, dass ein Abfindungs­anspruch bei einer betriebsbedingten Kündigung beansprucht werden kann, wenn der Arbeit­nehmer keine Klage erhebt, das das Arbeits­verhältnis durch die Kündigung aufgelöst ist. Durch das Ver­streichenlassen der Klagefrist und die Kündigung die vom Arbeitgeber als betriebs­bedingt begründet wird, kann der Arbeit­nehmer die Abfindung beanspruchen. Auf beides muss der Arbeitgeber jedoch in der Kündigungs­erklärung hinweisen.

Werbung

Höhe der Abfindung ist in § 1 a Abs. 2 KSchG geregelt

Für jedes Arbeitsjahr erhält der Arbeit­nehmer die Hälfte des Monats­verdienstes. Die Dauer des Arbeits­verhältnisses wird ermittelt und ein Zeitraum von mehr als sechs Monaten wird auf ein ganzes Jahr aufgerundet.

Bei der Berechnung der Höhe der Abfindung spielen mehr Faktoren als nur die Dauer des Arbeits­verhältnisses und der Verdienst. Die Summe kann durch den Lebensalter, der Familien­situation und schlechte Jobchancen beeinflussen. Ein Erfolg bei einer gerichtlichen Auseinander­setzung und der Niederlage des Arbeit­gebers, kann natürlich eine höhere Summe ergeben. Doch nicht jeder Arbeit­nehmer erhält bei einer Abfindung die Hälfte des Monats­gehalts.

Berechnung der Höhe von Abfindungszahlungen

Eine Arbeit­nehmerin die seit über 20 Jahren in demselben Unternehmen arbeitet aber aus krankheits­bedingten Gründen sehr oft fehlt und Krankengeld bekommt, kann keine 0,5 bis 1,0 Gehälter pro Be­schäfti­gungs­jahr verlangen, denn eine solche Höhe der Abfindung wäre unangemessen und vom Arbeitgeber höchstw­ahrscheinlich nicht akzeptabel. Daher wäre eine Abfindung von 0,13 bis 0,17 Gehälter pro Be­schäfti­gungs­jahr angemessen, d.h. drei bis vier Monats­gehältern. Berechnungs­methoden können auch im Tarif­vertrag oder im Sozialplan vereinbart worden sein.

Nach einer Abfindung zwischen 0,25 und 0,5 Gehälter ist eine dreimonatige Sperrzeit des Arbeits­losen­geldes auszugehen. Auch wenn der Arbeitslose das Beschäftigungs­verhältnis gelöst hat oder durch verhaltens­bedingtem Grund was zur Beendigung des Beschäftigungs­verhältnisses führt wodurch die Arbeits­losig­keit ob vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt wurde. Die Auszahlung erfolgt gelegentlich in dem Monat, in der das Arbeits­verhältnis endet. Urlaubsgeld, Zulagen und Gratifikationen wie bspw. Weihnachts­geld kommen zu den Berechnungs­grundlagen hinzu.

Werbung

Abfindung und Steuern

Die Abfindung ist einkommen­steuerpflichtig aber Arbeit­nehmer profitieren durch eine Sonder­regelung, die sogenannte Fünftel­regelung. Das Finanzamt vergleicht die jährliche Einkommen­steuerlast ohne Abfindung und die Steuerlast, die sich zuzüglich eines Fünftels der Abfindung ergibt. Die Differenz aus beiden Beträgen wird mit Fünf multi­pliziert.

Das Ergebnis ist rechnerisch weniger als der Betrag als die Besteuerung der ganzen Abfindung die ergeben würde. Bei der Einkommen­steuer sind somit Abfindungen bevor­rechtigt.

Wenn Sie an der Richtigkeit Ihrer Kündigung zweifeln, kontaktieren Sie uns unverzüglich.

Wir überprüfen die Rechtmäßigkeit der Kündigung bzw. Ihren Aufhebungs­vertrag und welches Vorgehen sinnvoll ist

Rufen Sie uns an für ein kostenloses Erstgespräch

Sie erreichen uns telefonisch unter der 0221 84567157 oder im Internet unter https://www.db-anwaelte.de/kontakt/

Ein Fachbeitrag von [Anbieter­kenn­zeichnung]

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 3 (max. 5)  -  3 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0
       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#5464

Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!
Rechtsanwalt Peter Hahn

VW Abgas­skandal

Muster­feststellungs­klage für Diesel­fahrer: Allheil­mittel oder doch nur eine Mogel­packung?

RechtsanwaltPeter Hahn

[16.10.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungsstern„Die Muster­feststellungs­klage nach dem Muster­feststellungs­verfahrens­gesetz der Bundes­regierung wird aktuell als Allheil­mittel für Diesel­fahrer gepriesen“, sagt der Fachanwalt Peter Hahn von Hahn Rechts­anwälte. „Wir sehen ein solches Instrument kritisch und für die betroffenen Diesel­fahrer als “Mogel­packung„ an.

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

www.infobel24.de: Infobel24 auf Kundenfang

RechtsanwaltRobert Binder

[15.10.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternUnter dem Firmennamen Infobel24 werden an Gewerbe­treibende und Frei­berufler Rechnungen verschickt. Hintergrund dessen ist ein angeblich abgeschlossener „Google Auffind­barkeit Vertrag“. Die Rechnung verweist zudem auf die Internet­seite www.infobel24.de.

Rechtsanwalt Guido Lenné

Trennung mit Kindern

Umgangs­recht nach Trennung: Das sollten Eltern wissen

RechtsanwaltGuido Lenné

[12.10.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Umgangs­recht ist in einer dem Wohl des Kindes entsprechenden Weise auszuüben. Es besteht nicht nur für Eltern, sondern auch für andere Bezugs- und vertraute Personen des Kindes wie beispiels­weise Großeltern, Geschwister, Pflege­eltern.

Rechtsanwalt Prof. Dr. Marco Rogert

VW Abgas­skandal

Gute Nachrichten für VW-Diesel-Besitzer: VW wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung verurteilt

RechtsanwaltProf. Dr. Marco Rogert

[11.10.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternMit dem Oberlandes­gericht Köln bestätigt nunmehr erstmals ein nordrhein-westfälisches Oberlandes­gericht die Rechts­auffassung der Rechts­anwälte Rogert & Ulbrich, dass die Volkswagen AG den Kläger nach dem von den Anwälten vorgetragenen Tatsachen­stoff vorsätzlich und sittenwidrig geschädigt habe.

Zahn­ärztlicher Behandlungs­fehler

Nutzlose Leistung: Kein Anspruch auf Honorar bei fehlerhafter zahn­ärztlich-implantologischer Leistung

ChristianErbacher

[10.10.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternKein Honorar­anspruch bei fehlerhafter zahn­ärztlich-implantologischer Leistung, wenn die Nach­behandlung nur noch zu „Not­lösungen“ führen kann. Dies geht aus einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs hervor.

Rechtsanwalt Peter Hahn

Widerruf

Erneut positives Urteil vom LG Hamburg: Haspa zur Rück­abwicklung von Darlehens­vertrag vom 30.05.2011 verurteilt

RechtsanwaltPeter Hahn

[09.10.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Meldungen über positive Urteile gegen die Hamburger Sparkasse AG reißen nicht ab. Erneut hat das Landgericht Hamburg die Haspa zur Rück­abwicklung eines neueren Darlehens­vertrages verurteilt.

Rechtsanwalt Philipp Neumann

Abgas­skandal

Umtausch­prämie und Nach­rüstung: Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels

RechtsanwaltPhilipp Neumann

[08.10.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Regierungs­koalition hat nunmehr die Ergebnisse ihres Diesel-Gipfels vom 01.10.2018 veröffentlicht. Danach soll es Umtausch­angebote der Hersteller für Diesel­fahrzeuge der Abgas­klassen Euro 4 und Euro 5 geben. Angaben zur Höhe der Umtausch­angebote macht die Bundes­regierung nicht.

Rechtsanwalt Robert Binder

Vertragsfalle

„Basis­datenschutz“: Datenschutz­auskunft-Zentrale auf Kundenfang

RechtsanwaltRobert Binder

[05.10.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBei der Datenschutz­auskunft-Zentrale handelt es sich um ein Unternehmen, welches für Gewerbe­treibende und Frei­berufler ein Produkt namens „Basis­datenschutz“ anbietet. Es wird dabei ein Bezug zur DSGVO (Datenschutz­grund­verordnung) hergestellt.

URL dieses Artikels: https://demo.anwaltsregister.de/d5464
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!